Holz-Hybridbau für die nächste Schülergeneration

Mit der feierlichen Einweihung ist die Erweiterung des Gymnasiums Ismaning offiziell abgeschlossen.
Der dreigeschossige Neubau wurde in Holz-Hybrid-Bauweise realisiert und erweitert den Schulcampus um moderne Lernräume. Holz-Beton-Verbunddecken (HBV) spannen zwischen tragenden Brettsperrholzwänden, einer Unterzugs-Stützen-Konstruktion sowie dem aussteifenden Stahlbetonkern.

Die großflächigen Fenster sorgen für helle Unterrichtsräume und prägen die offene Architektur.
Besonders freut es uns, dass wir nach der Sanierung und dem Umbau des ehemaligen Tagungshotels zum heutigen Schulgebäude nun auch die Tragwerksplanung für die Erweiterung übernehmen durften.

 

Bis zu 8,80 Meter Spannweite mit vorgefertigten HBV-Decken

Auf der Baustelle des Bildungscampus Ludwigsburg wurden die ersten Holz-Beton-Verbunddecken erfolgreich montiert. Die vorgefertigten Deckenelemente überspannen bis zu 8,80 Meter und kommen in allen oberirdischen Geschossen zum Einsatz.

HBV-Decken verbinden die Materialeigenschaften von Holz und Beton: Zug- und druckfest in einem Element. Das Ergebnis ist eine wirtschaftliche, nachhaltige und leistungsfähige Konstruktion mit großen Spannweiten, hoher Steifigkeit und reduziertem Materialeinsatz.

 

200 Mio. € für die Zukunft

Der Bildungscampus Ludwigsburg wächst jetzt in Holz: Nach der Fertigstellung der aussteifenden Stahlbetonbauteile hat der Holzbau begonnen.

Für uns als Tragwerksplaner ist das ein besonderer Moment, denn mit diesem Bauabschnitt wird eines der größten und anspruchsvollsten Projekte, das wir bisher begleiten durften, nun sichtbar. Im bereits weit fortgeschrittenen Bauteil 2 läuft die Montage der Holzkonstruktion auf Hochtouren. Kürzlich wurden die vorgefertigten Holz-Beton-Verbunddecken (HBV) erfolgreich eingehoben.

Die Deckenelemente überspannen bis zu 8,80 Meter und kommen in sämtlichen oberirdischen Geschossen zum Einsatz. Mehr Einblicke in diese innovative Konstruktion gibt es in der kommenden Woche.
Das Tragwerkskonzept verbindet die Vorteile zweier Bauweisen: Ein zentraler Stahlbetonkern übernimmt die Aussteifung des Gebäudes, während die äußeren Klassenbereiche in einer leistungsfähigen Holztragkonstruktion entstehen.

Teilweise lagern die Ortbetondecken des Kerns auf Holzstützen auf – ein spannendes Beispiel für das präzise Zusammenspiel von Holz- und Massivbau. Auch im Bauteil 1, der zukünftigen Realschule, schreiten die Arbeiten planmäßig voran. Aktuell entstehen die aussteifenden Treppenhäuser in Stahlbeton. Im Anschluss folgt auch hier die Errichtung der übrigen Gebäudeteile in Holzbauweise.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro entsteht in Ludwigsburg ein zukunftsweisender Bildungscampus, der nachhaltiges Bauen, moderne Architektur und innovative Tragwerksplanung vereint.

Wir freuen uns, dieses Leuchtturmprojekt als Tragwerksplaner mitgestalten zu dürfen und werden auch in den kommenden Wochen weitere Einblicke in den Baufortschritt geben.

 

Sonne, Grill und ein starkes Team, mehr braucht es nicht

Selbst die Rekordtemperaturen konnten uns nicht davon abhalten, unser jährliches PGDI‑Grillfest zu genießen.

Bei gutem Essen, kühlen Getränken und vielen netten Gesprächen haben wir gemeinsam einen schönen Sommerabend verbracht. Den Abschluss bildete das Public Viewing der deutschen Nationalmannschaft.

Das Ergebnis hätten wir uns zwar anders gewünscht, der guten Stimmung hat das aber keinen Abbruch getan.

Auf viele weitere gemeinsame Abende, beim nächsten Mal gerne mit ein paar Grad weniger.

 

Millimeterarbeit mit mehreren Tonnen Gewicht: Stahltreppen für den Campus Ludwigsburg eingebaut

Auf der Baustelle wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht: Die ersten tonnenschweren Stahltreppenanlagen wurden erfolgreich eingehoben und präzise in die Rohbaustruktur integriert.

Damit entstehen die zentralen vertikalen Verbindungen zwischen den Geschossen und die Gebäudekonturen werden zunehmend erlebbar.

Parallel schreiten die Arbeiten im Untergeschoss mit hoher Taktung voran, während oberirdisch bereits die nächsten Bauabschnitte vorbereitet werden.

Besonders spannend: Das Gebäude wird konsequent nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip geplant und setzt auf nachwachsende Rohstoffe, ressourcenschonende Konstruktionen und eine zirkuläre Materialstrategie.

Der neue Bildungscampus vereint künftig drei Schulen, eine Stadtteil- und Schulbibliothek sowie eine Mensa unter einem Dach. Ergänzt durch moderne Gebäudetechnik, Fernwärmeversorgung, Photovoltaikanlagen und extensive Dachbegrünungen entsteht ein zukunftsweisender, CO₂-neutraler Bildungsstandort für kommende Generationen.

Jeder Baufortschritt macht sichtbar, wie aus Planung Realität wird.

 

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